Unser Plan A für Frauen. Es geht voran!

Von NRin Gabriele Heinisch-Hosek
Foto: Astrid KnieIn der Frauenpolitik braucht es einen langen Atem. Als SPÖ Frauen haben wir unsere Konzepte auf den Tisch gelegt, denn für die Frauen in diesem Land soll rasch etwas weitergehen. Mit unserem Plan A für die Frauen ist es uns nun auch gelungen, einige unserer Forderungen zur Verbesserungen der Situation für Frauen am Arbeitsmarkt durchzusetzen. 
 
Die guten Nachrichten vom Arbeitsmarkt, dass die Arbeitslosigkeit zurückgeht, ist nicht genug. Von diesem Aufschwung sollen alle profitieren, doch die Generation 50 plus hat es derzeit am Arbeitsmarkt besonders schwer. Viele Ältere suchen nun schon seit über einem Jahr verzweifelt nach Arbeit. Für diese Gruppe ist es besonders wichtig, neue Perspektiven zu schaffen. Um diesen Menschen wieder sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen, ist es uns gelungen, die Aktion 20.000 und den Beschäftigungsbonus durchzusetzen. 
Es reicht uns jedoch nicht, sagen zu können, wir haben Arbeitsplätze für viele Menschen geschaffen, man muss von dieser Arbeit auch gut leben können. Mehr als 200.000 Frauen in Österreich verdienen derzeit bei Vollzeit weniger als 1.500 Euro brutto, und zusätzlich im Schnitt bei gleicher Arbeit rund 23% weniger als Männer. Wir haben es geschafft, dass die SozialpartnerInnen sich auf einen Mindestlohn von 1.500 Euro geeinigt haben, der bis spätestens 2020 in allen Kollektivverträgen verankert werden soll. Darüber hinaus muss es auch gelingen und ist es uns besonders wichtig, dass diese 1.500 Euro auch steuerfrei sind, und das so schnell wie möglich aber spätestens ab 2019! Mit diesen Maßnahmen kann der Gender-Pay-Gap Österreichs endlich verbessert und die Ursachen von Armut trotz Arbeit bekämpft werden.
 
Im Sinne der Gleichstellung ist endlich ein weiterer Durchbruch gelungen. In börsennotierten Gesellschaften und in Betrieben mit mehr als 1.000 ArbeitnehmerInnen soll der Aufsichtsrat künftig zumindest aus 30 Prozent Frauen bestehen. Das ist ein großer Schritt vorwärts. Jahrelange Erfahrung in staatsnahen Betrieben hat gezeigt, dass verbindliche Quotenregeln tatsächlich funktionieren, ohne sie bleibt der Frauenanteil deutlich geringer. Nicht zuletzt haben auch Studien bewiesen, dass mehr Gleichstellung am Arbeitsmarkt auch wirtschaftlich bessere Ergebnisse erzielt. 
 
Wenn wir auch weiter ernsthaft eine gerechte Verteilung von Arbeit und Einkommen erreichen sowie entsprechende Wahlfreiheit haben wollen, dann muss auch beides möglich sein: Erfolg im Beruf und Zeit für die Familie zu haben. Laut OECD-Berichten geht die Lohnschere zwischen Männer und Frauen speziell dann auf, sobald das erste Kind geboren ist. Das liegt daran, dass vor allem Frauen unfreiwillig in Teilzeitposition beschäftigt sind, weil es sich mit der Familie nicht anders vereinbaren lässt. Der Wunsch nach ganztägiger Kinderbetreuung ist hoch, doch das bestehende Angebot bisher zu klein. Ab spätestens 2020 wollen wir einen Rechtsanspruch auf Ganztags-Kinderbetreuung ab dem vollendeten 1. Lebensjahr. Damit kann nicht nur Beruf und Familie bestmöglich vereinbart werden können, durch die Errichtung flächendeckender qualitativ hochwertiger Betreuungs- und Bildungseinrichtungen können für Kinder Orte geschaffen werden, an denen sie soziales Leben erlernen und ihnen gleichberechtigt Chancen ermöglicht werden. Damit ist vielen Familien in ganz Österreich geholfen.
 
Bei all den geschaffenen Möglichkeiten am Arbeitsplatz, haben trotzdem gerade Frauen oft viele Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen. Dabei ist es wichtig, auf die eigene Gesundheit zu schauen. Unser Gesundheitssystem ist eines der besten der Welt, aber es muss laufend verbessert werden. So konnten als ersten Schritt nun etwa die Wartezeiten auf MRT und CT-Untersuchungen verkürzt werden. Jede und jeder soll – unabhängig von der Geldbörse – gute medizinische Betreuung, Vorsorge und Beratung bekommen. 
 
Wir haben einen Plan, und wir sagen auch, wie wir ihn umsetzen wollen. Das ist gut für die Frauen und gut für unser Land.
 
Die Arbeitswelt ist in Veränderung und Frauen sollen von den Entwicklungen profitieren. Dazu gibt es eine Umfrage, die auch online unter wirmachenzukunft.frauen.spoe.at/bund ausgefüllt werden kann. Wir freuen uns über zahlreiche Beteiligung!
 
 
Foto: Astrid Knie